Nico Braun

Der Bundesligaskandal spülte Nicolas Jean Paul Braun nach oben. Weil Schalkes Torjäger Klaus Fischer wegen Bestechlichkeit langfristig aus dem Verkehr gezogen wurde, sah sich Trainer Ivica Horvat 1972 dazu gezwungen, den Ersatzspieler aus Luxemburg (zwölf Spiele, vier Tore als Fischer-Backup) zum Stamm-Mittelstürmer zu befördern. Das funktionierte nur leidlich gut: In 23 Spielen schoss Braun immerhin zehn Tore; ein adäquater Ersatz für Fischer war er so gut wie nie.
Nach der Saison wechselte Braun zum FC Metz, wo er dank seiner 96 Tore in nur fünf Jahren heute noch Rekordtorjäger ist. Das Sturmduo, das der Luxemburger Nationalspieler (40 Einsätze, acht Tore) bei den Lothringern mit dem Argentinier Hugo Curioni (59 Tore in 109 Spielen) bildete, trug den Namen “les artilleurs de Metz” – die Metzer Kanoniere.

Kommentieren ist momentan nicht möglich.